| Sinnnlos-Tour
2005 – die Erste!?
Dynamo Dresden – 1. FC Köln „AUSGEFALLEN“
Tugend
on tour: Nussi, Pündi und Markus
Es sollte eine der Highlight-Ausflüge des Jahres werden; das Auswärtsspiel
unseres FC’s bei Dynamo.
Bereits Tage zuvor sah es schlecht aus um das Spiel. Zunächst stand
das Spiel auf Messers Schneide, da eine Strafe vom DFB drohte und zwar
in Form eines „Spiels unter Ausschluss der Öffentlichkeit“...
Doch glücklicherweise kam es nicht soweit. Dann kam das nächste
Unheil: das Wetter. Der Winter hatte Deutschland im Griff, und besonders
im Osten herrschten Schnee und eisige Temperaturen. Doch Dynamo wollte
antreten und hatten ihre Fans zum Schnee und Eis schüppen aufgefordert.
Und so hieß es am Samstagmittag, einen Tag vor Anpfiff: es darf
gespielt werden!
Bestärkt durch diese Info machten wir uns sehr früh morgens
(Bahn um 10 vor 4 Uhr ab Weiden) auf den Weg in den Osten. Der Sonderzug
war gut gefüllt und es stand für die Auswärtswütigen
ein „Sambawagen“ bereit. Auf der kompletten Fahrt wurde
der gemeine FC-Fan mit Musik beschallt -und das durch die guten alten
DB-Lautsprecher...
Da die meisten Reisenden die Nacht zuvor nicht geschlafen hatten, war
die Meute a) bereits betrunken und b) teilweise sehr müde. Wir
dagegen waren fit und freuten uns bei der Aufnahme etlicher Getränke
auf ein schönes Spiel, wenn auch im Schneetreiben.

Das
erste Highlight blühte dann ca. 100km vor Dresden. In einem kleinen
Kaff bekamen wir zum einen eine Hundertschaft „Grüne“
in den Zug und desweiteren einen eigenen Hubschrauber – ja, richtig
gelesen – einen Hubschrauber! Dies alles hatte den Zweck, dass
es Gerüchte über eine Attacke von Dresdener Seite auf den
Zug gegeben hatte. Also, neben den 4000 Polizisten vor Ort, die die
Fangruppen trennen sollten, hatten wir 100 Grüne und einen Hubschrauber...
Kurz darauf kam der "wirkliche" Schock: um 12.05 Uhr, d.h.
1 Stunde vor der geplanten Ankunft in Dresden, wurde Rainer M. von Herrn
Andreas R. angerufen. Inhalt des Telefonates: Spielabsage! Das Ergebnis
dieses kurzen Telefonates war ein wahres Lauffeuer; die Nachricht verbreitete
sich in Windeseile durch den Zug. Überall klingelten Handys und
auch die Daheimgebliebenen wurden von dem „Unding“ unterrichtet.
Doch was nun?!? Was macht man mit gut 400 FC-Fans in einem Zug kurz
vor Dresden? Und nebenbei warteten auch noch die Dresdener Fans auf
uns... Nun, wir fuhren natürlich bis Dresden (im Osten gibt es
sonst auch nicht viel), wurden zunächst im Hbf geparkt (wo uns
aller lieber Manuel A. zustieg) um dann auf einer Brücke abgestellt
zu werden – vom Hubschrauber umkreist.
Nach einiger Zeit setzte sich der Zug dann wieder in Bewegung und brachte
uns wieder auf den Weg gen Heimat. Super, nach 8 Stunden Fahrt ging
es auf direktem Wege, ohne ausgestiegen geschweige denn Fußball
gesehen zu haben, wieder nach Kölle.
Aber da FC-Fans hart gesottene Menschen sind wurde das Beste aus der
unvermeidlichen Sache gemacht: es wurde einfach so getan, als hätten
wir gewonnen... Und so wurde die Rückfahrt einfach zur Verlängerung
der Hinfahrt.
Insgesamt blieb es während dessen recht ruhig im Zug. Für
Nussi und mich stellte sich nun nur das Problem, wie man aufgrund der
verfrühten Ankunft in Köln in seinen Geburtstag reinfeiern
könnte... Aber auch dafür fanden wir jeweils eine Lösung.
So ging es dann für mich nach der Ankunft gegen 21 Uhr zunächst
in den Waschsalon, dann ins Päff und von dort schnell nach Hause
(*grins*).
Wann,
ob und wie das Spiel nachgeholt wird, muss sich erst noch klären.
Jedenfalls werden wir Drei noch lange von dieser Fahrt berichten können.
Und
wir können sagen: „weißte noch damals in Dresden? Wir
waren dabei...!!!“
m
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